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Lieferant*innen
A3 | Ökologische Nachhaltigkeit in der Zulieferkette

A3.1 | Umweltauswirkungen in der Zulieferkette

So machen wir’s:

Bedenkliche Produkte / Lieferanten aus ökologischer Sicht können in unserer Firma auf fünf Gruppen reduziert werden:

  • IT- Hardware
  • Teilweise Büroausstattung
  • Büromaterial
  • Verpflegung, Übernachtungen
  • Fuhrpark (siehe D3.1)

IT-Hardware:

Unser hoch-technologisiertes Büro mit umfangreicher IT-Hardware Ausstattung stellt einen kritischen Punkt hinsichtlich einer sozialverträglichen Beschaffung dar. Momentan gibt es nur wenige Labels, die die Kriterien Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit transparent prüfen. Vorhanden sind derzeit beispielsweise folgende Labels, die die Punkte teilweise abdecken: EU-Ecolabel, Nordic Ecolabel und TCO-Siegel. Momentan sind allerdings noch sehr wenige Produkte mit diesen Labels ausgezeichnet. Entscheidend für einen reibungslosen Arbeitsablauf, der den Mitarbeitern flexible Arbeitsweisen ermöglicht, ist das Zusammenspiel der einzelnen IT-Komponenten. Bei zertifizierten Produkten oder Produkten, die hohe ökologische und soziale Kriterien erfüllen, sehen wir momentan noch keine Möglichkeit diese stimmig in unsere IT-Struktur zu integrieren. Wir setzen daher bei der Beschaffung weiterhin primär auf Langlebigkeit sowie Upgradefähigkeit. Alle IT-Komponenten werden solange wie möglich genutzt und wenn möglich repariert. Bevor PCs aussortiert, umgenutzt, gespendet oder an Mitarbeitende verkauft werden, wurden sie ca. 7 Jahre innerhalb der Firma verwendet. Das durchschnittliche Alter aller momentan verwendeten PCs beträgt 3,6 Jahre.

Büroausstattung und Materialien:

Den Großteil unserer Büroartikel beziehen wir derzeit von einem großen Versandhandel mit fairem und ökologischem Sortiment. Dieser zeichnet sich außerdem durch wertstoffschonenden Versand und ein Wertstoffrücknahmesystem aus.

Papierverbrauch:

Unser Geschäft ist es Gutachten zu erstellen. Da das in der Vergangenheit einen enormen Papierverbrauch bedeutete, haben wir 2017 begonnen auf ein papierloses Büro umzustellen. Alle bis dato vorhandenen Kundenunterlagen wurden digitalisiert und in ein neues Dokumentenablagesystem integriert. Dabei wurde über eine Tonne Papier vernichtet. Um diesen enormen Ressourcenverbrauch in Zukunft zu verhindern, werden unsere Kunden angehalten, Unterlagen per Email zu senden. Werden Unterlagen per Fax übermittelt, werden daraus direkt PDF-Dokumente erstellt, um Papier zu sparen. Sollte doch etwas gedruckt werden müssen nutzen wir dazu überwiegend Recyclingpapier.

Zusätzlich wurde 2017 die gesamte IT-Infrastruktur so umgestellt, dass unsere Mitarbeiter im Außendienst alle Kundendaten direkt über unsere Systeme abrufen können. Zur Terminvorbereitung müssen damit keine Unterlagen mehr ausgedruckt werden und auch das Anfahren des Bürostandorts zur Terminvorbereitung ist nicht mehr nötig. Dadurch können Fahrtstrecke und somit CO2-Emissionen eingespart werden.

Büroausstattung und Materialien:

Für die Verpflegung unserer Mitarbeitenden haben wir unsere Einkaufsrichtlinie ebenfalls ergänzt: „Das Catering für Veranstaltungen, Schulungen oder Fortbildungen wird von der Person bestellt, die diese Veranstaltungen organisiert oder geplant hat. Wir bestellen ausschließlich Bioqualität und zu mindestens 80 % des Einkaufswertes vegetarisch bzw. vegan. Regionalen Unternehmen wird dann der Vorzug gegeben, wenn die angebotenen Produkte ebenfalls regional sind. Wir definieren dafür einen Radius von rd. 30 km.“

Da es schwierig ist den vegetarischen und veganen Anteil zu quantifizieren, wird diese Kennzahl allerdings noch nicht ausgewertet. Den Anteil an biologischen und regionalen Lebensmitteln stellen wir dar. Zusätzlich führen wir die Kategorie „hochwertige Alternative“. Darunter fällt bspw. unser Lieferant für Kaffeebohnen. Dieser steht in engem Kontakt mit seinen Zulieferfirmen, bei denen es sich hauptsächlich um kleine Landwirtschaftsbetriebe handelt. In diesem Fall ist uns diese Glaubwürdigkeit wichtiger als ein Zertifikat oder eine biologische Erzeugung.

Da wollen wir hin:

Wir reduzieren unseren Papierverbrauch sowie den Anteil von Frischfaserpapier kontinuierlich.

Wir prüfen ob einzelne IT-Komponenten nach Zertifizierungen gewählt werden können.

Wir implementieren einen Prozess, wie ausgediente oder kaputte Hardware dem bestmöglichen Wiedervewendungsweg oder Recycling zugeführt werden kann. 

 

Weitere Verbesserungspotentiale:
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Wir werten unsere Menge an E-Schrott aus. 

Robert Hohenester IT-Sicherheitsbeauftragter
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Wir erhöhen den Anteil an biologisch zertifizierten Lebensmitteln.

Thorsten Grantner Geschäftsführer

Negativ-Aspekt A3.2 Unverhältnismäßig hohe Umweltauswirkungen in der Zulieferkette


EDV-Bezug siehe A1.2