Wir stehen in ständigem Dialog mit unseren Anspruchsgruppen. Für unsere Kunden bieten wir neben den Dienstleistungen, welche zumeist vor Ort erbracht werden, auch Schulungen an. Wir kommunizieren über die Sozialen Medien, Veröffentlichungen, über Zeitungsartikel und Fachbeiträge in Branchenmagazinen.
Im Zuge der EMAS Einführung 2021 haben wir eine Stakeholderanalyse erstellt und diesem Zuge geprüft, ob alle Stakeholder ausreichend in die Mitentscheidung miteinbezogen werden.
Herr Grantner leitet zudem die Arbeitsgruppe Zulassung, Prüfung und Aufsicht des Umweltgutachterausschusses des Bundesumweltministeriums um nachhaltige Entwicklungen aktiv mitgestalten zu können. Dies verdeutlicht auch die Mitgliedschaft im Gesamtvorstand des B.A.U.M. e.V. oder die Ressortleitung Produktbilanzierung beim VNU – Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (siehe Punkt D2.1).
Da wollen wir hin:
Wir gehen noch aktiver auf unsere Berührungsgruppen zu.
Bei der Neubesetzung von einzelnen Mitgliedern des Ausschusses zur Sicherung der Unparteilichkeit beauftragen wir Personen, die die Interessen der Öffentlichkeit bestmöglich vertreten können (bspw. Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation).
Negativ-Aspekt E4.3 Förderung von Intransparenz und bewusste Fehlinformation
Alle öffentlichen Informationen entsprechen der unternehmensinternen Realität.
Beim Umbau unserer Büroräume haben wir auf Regionalität und Umweltverträglichkeit geachtet; es sollte ein möglichst angenehmes Büroklima entstehen. Auch der Bezug neuer Büroausstattung erfolgt nach diesen Kriterien. Bei neuen Investitionen beachten wir grundsätzlich unsere Einkaufsrichtlinien, die Lieferanten auch nach ökologischen Gesichtspunkten bewerten.
Unser ökologische Sanierungsbedarf wird über eine regelmäßige Umweltrelevanzbewertung ermittelt. Der Sanierungsbedarf ist aufgrund des Umzugs 2017 außerhalb unseres Fuhrparks als relativ gering einzuschätzen.
Da wollen wir hin:
Wir erhöhen den Anteil der E-Autos in unserer Fahrzeugflotte auf 80% (gegenüber 2022). Wir wählen die Autos nach unseren Nachhaltigkeitskriterien aus.
Das sagen die Zahlen:
E-Auto Anteil im Fuhrpark:
78%
E-Auto Anteil im Fuhrpark:
Umweltverträglichkeit
Negativ-Aspekt B3.3 Abhängigkeit von ökologisch bedenklichen Ressourcen
Trotz unserer Bemühungen sind wir weiterhin von der Ressource Treibstoff (Diesel) abhängig, da noch knapp 20% der Firmenflotte aus Verbrennerfahrzeugen besteht.
Da wollen wir hin:
Wir haben uns der E-Mobilität verschrieben; neu angeschaffte Fahrzeuge sollen diesem Kriterium entsprechen. Der bestehende Anteil an Verbrennern im Fuhrpark wird sukzessive ersetzt.
Papier frischfaser (Bücher für Kunden und Notizbücher) – einmalige Bestellung
kg
0
0
0
0
0
0
484
0
Emissionen (CO2)
Scope 1 (direkt)
Firmenfahrten
Tonnen CO2
22,1
20,5
21,4
14,7
12,1
13,3
16,6
8,7
Scope 2 (indirekt)
– Strom (Graustrom) Büro und Homeoffice
Tonnen CO2
0,7
0,6
2,7
– Gas
Tonnen CO2
13,4
12,1
3,9
3,9
4,4
5,7
4,3
3,1
Summe Scope 1 und 2
Tonnen CO2
35,5
32,6
25,3
18,6
16,5
19,7
21,6
14,5
relevante Scope 3 (indirekt)
– Papier (Druckerpapier)
Tonnen CO2
*
*
0,4
0,2
0,1
0,1
0,1
0,1
– Zugfahrten
Tonnen CO2
*
*
1,3
1,2
0,3
0,4
0,7
0,1
– Anreise Mitarbeitende
Tonnen CO2
*
*
*
*
*
3,3
5,2
6,8
– E-Auto Produktion (Batterie und Auto)
Tonnen CO2
*
*
2,1
4,3
3,9
3,6
3,9
6,4
Sonstige Emissionen
SO2
kg
0,4
0,3
0,4
NOx
kg
2,9
2,5
2,3
PM
kg
0,3
0,3
0,2
Biodiversität
Gemietete Bürofläche
m2
*
*
490
490
490
490
490
490
bebaute Grundfläche
m2
*
*
245
245
245
245
245
245
* wurden nicht erhoben
E3.2 Relative Auswirkungen
ENERGIEBEZUG
Unser Energiebedarf ergibt sich zum einen aus dem Strombedarf des Büros, sowie der Ladesäule für E-Autos in der Tiefgarage. Hier beziehen wir ausschließlich Grünstrom von Greenpeace Energy, der strengen Auswahlkriterien unterliegt. Aus der Nutzung der Gemeinschaftsküche unseres Vermieters sowie aus dem Heizsystem unserer gemieteten Büroräume (Wärmepumpe plus Gastherme) beziehen wir einen geringen Anteil an Graustrom sowie Erdgas. In welchem Ausmaß jeweils Gastherme und Wärmepumpe betrieben werden, obliegt dem Vermieter.
Unser firmeneigener Fuhrpark besteht derzeit (2023) aus 7 Elektroautos und 2 Verbrennern. Alle Elektroautos werden nahezu ausschließlich mit Grünstrom betankt.
EMISSIONEN
Als Dienstleister entsteht der Großteil unserer Emissionen durch die Geschäftsfahrten zu Kundenterminen. Bedingt durch unseren gesetzlichen Prüfauftrag in verschiedenen Fachbereichen muss eine Vielzahl der Termine weiterhin persönlich und vor Ort stattfinden. Prüfleistungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden, wenn möglich remote durchgeführt. Um unsere Emissionen dennoch weiter zu senken, investieren wir in Elektroautos und versuchen unsere Fahrzeugflotte langfristig vollständig dahin gehend umzustellen. Dadurch können wir auch die SO2– (Schwefeldioxid), NOx– (Stickoxide) und PM- (Feinstaub) Emissionen, verursacht durch die Autos mit Verbrennermotoren, reduzieren. Zusätzlich haben wir es bereits geschafft, durch unsere softwareunterstützte Tourenplanung die gefahrenen Kilometer und damit auch die CO2-Emissionen je Kundentermin stark zu senken. (Die CO2-Emissionen der Firmenfahrten werden über den durchschnittlichen Dieselverbrauch der Fahrzeuge berechnet).
Unseren Gasbezug können wir über zwei Ansatzpunkte beeinflussen: Zum einen regulieren und überwachen wir unseren Wärmebezug im Rahmen der Heizungssteuerung regelmäßig. Zusätzlich wirken wir beständig auf unseren Vermieter ein, um diesen zum Betrieb der vorhandenen Wärmepumpe zu motivieren und so die Laufzeiten der Gastherme zu reduzieren.
Als unsere relevanten Scope 3 Emissionen haben wir Emissionen aus der Papierherstellung, aus getätigten Zugfahrten, aus der Anreise der Mitarbeitenden, sowie die Produktion der gekauften E-Autos ausgemacht. Zukünftig wollen wir zusätzlich Scope 3 Emissionen aus dem Bezug unserer gekauften IT-Geräte ermitteln.
Zur Berechnung der CO2-Emissionen nutzen wir aktuelle, öffentlich zugängliche Quellen, wie bspw. CO2-Emissionsäquivalente des Umweltbundesamts. Unsere CO2-Emissionen kompensieren wir aktuell nicht.
Flüge werden generell nicht von der Firma unterstützt. Reisen innerhalb von Deutschland können mit dem Zug wahrgenommen werden.
Biodiversität
Als Mieter haben wir keinen Einfluss auf die Biodiversität unseres Firmenstandorts.
Die gemieteten Büroräume mit einer Fläche von 490m2 erstrecken sich auf zwei Stockwerke, es ergibt sich eine versiegelte Fläche von 245m2. Es sind keine Freiflächen vorhanden.
Da wollen wir hin:
Wir haben uns verpflichtet: Bis 2030 wollen wir „Netzero“ also Netto-Null Emissionen verursachen. Das bedeutet, dass wir unsere Treibhausgasemissionen soweit möglich verringern. All jene Treibhausgase, die nicht vermeidbar sind (z.B. durch den Bezug von Lebensmitteln oder die Anreise der Mitarbeitenden), und somit durch unser Verschulden in die Atmosphäre gelangen, sollen durch ein Entnehmen von Treibhausgasen aus der Atmosphäre ausgeglichen werden.
Wie wir unsere Emissionen in den nächsten 6 Jahren maximal senken wollen, haben wir in unserem Net-Zero-Plan 2030 (Emissionspfad) ausgearbeitet.
Kernindikator
Einheit und Bezugsgröße
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
Wasser
m3 je VZÄ
6,1
4,9
3,8
3,2
3,1
2,3
2,5
2,9
Energie
Strom Büro und Allgemeinstrom (Grün- und Graustrom)
kWh je VZÄ
237
213
384
341
277
230
218
246
gesamter direkter Energieverbrauch (Strom und Wärme)
MWh je VZÄ
2,5
2,1
1,0
0,9
0,9
1,1
0,9
0,9
kWh je m2
*
*
51,6
52,3
53,4
66,2
60,3
56,9
Erdgas
kWh je m2
*
*
31,2
31,3
36,9
48,1
35,8
31,5
Kraftstoffe
Liter je Kundentermin
6,2
5,6
5,8
3,8
2,7
3,1
3,0
1,8
Kraftstoffe
Liter je Gutachten /Leistungsgruppe
4,0
3,5
3,6
3,2
2,2
2,4
2,3
1,4
Material
Papier (Druckerpapier)
kg je Gutachten/ Leistungsgruppe
0,24
0,13
0,19
0,11
0,04
0,03
0,04
0,025
Emissionen (CO2)
Scope 1 (direkt) Fahrzeugflotte
kg CO2 je Kundentermin
15
14
15
10
7
8
8
4
Scope 3 (indirekt) Mitarbeiterfahrtweg
kg CO2 je VZÄ
86,2
134,4
173,3
Biodiversität
Bebaute Fläche
m2 je VZÄ
*
9,1
9,4
8,1
8,4
8,1
7,5
7,5
* kann nicht ausgewertet werden
Unsere Unternehmensziele / Unser Umweltprogramm
Unsere Unternehmensziele bilden wir auf Basis unserer Vision, Mission und unserer rechtlichen Verpflichtungen.
Konkreten Handlungsbedarf können wir aus der Umweltrelevanzbewertung ableiten.
Unternehmensziele 2023/2024
Vision / Werte / rechtliche Verordnungen
Punkte in der Relevanzbewertung
Ziele
Umsetzung bis
Kerngeschäft
Mission
K4 – Einfluss auf Kunde
Wir sensibilisieren unsere Mitarbeitenden hinsichtlich ihres Mitwirkens zur Erreichung der SDGs (mindestens 1 Schulung pro Mitarbeitenden).
12.2024
Material
Mission
M6 – Fahrzeugflotte
Wir erhöhen den Anteil der E-Autos in unserer Fahrzeugflotte auf 80% (gegenüber 2022). Wir wählen die Autos nach unseren Nachhaltigkeitskriterien aus.
12.2024
Emissionen
Vision / Mission
E2 – Geschäftsfahrten
Wir reduzieren unsere gefahrenen km je erbrachter Dienstleistung.
12.2024
Vision / Mission
E2 – Geschäftsfahrten
Wir reduzieren unsere Scope 1 Emissionen, wie in unserem Emissionspfad dargestellt.
12.2024
Umfeld
Mission/ Werte
G3 – Soziales Engagement
Im Rahmen unserer Vision unterstützen wir weiterhin gemeinnützige Organisation pro bono, wenn ein konkreter Bedarf besteht.
12.2024
Mission/ Werte
G4 – Gesundheit Mitarbeitende
Wir reduzieren die saisonbedingten Überstunden im Januar und Februar.
12.2024
Energie
Vision
E1 – Geschäftsfahrten
Wir reduzieren unseren Kraftstoffbedarf um 10 % gegenüber 2022.
12.2024
Vision
E3 – Erdgas
Wir reduzieren unseren Erdgasbedarf jährlich um 1% gegenüber 2022.
12.2024
Negativ-Aspekt E3.3 Verstöße gegen Umweltauflagen sowie unangemessene Umweltbelastungen
Um rechtskonform arbeiten zu können, haben wir ein Rechtskataster erstellt, in dem alle umwelt- und arbeitsrechtlichen sowie weitere relevante Gesetze geführt werden. Ob die darin beschriebenen Anforderungen und Vorgaben eingehalten werden, prüfen die Mitarbeitenden, in deren Aufgabengebiet der Punkt liegt. Bei Neuerungen in der Gesetzeslage werden wir online informiert und das Rechtskataster entsprechend aktualisiert. Der verantwortliche Mitarbeitende prüft anschließend, ob sich Änderungen ergeben und kümmert sich um deren Umsetzung und Kommunikation. Es liegen keine Verstöße gegen umweltrelevante Vorgaben vor.
Die bedeutendsten Gesetze und Verordnungen in unserem Unternehmensbereich sind folgende
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG)
Um die Motivation für nachhaltiges Handeln und das Verständnis für Nachhaltigkeit bereits im Personalgewinnungsprozess zu berücksichtigen, achten wir hierbei bereits auf ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter. Es ist möglich, nach Absprache mit der Geschäftsführung, ehrenamtliche Tätigkeiten während der Arbeitszeit auszuführen oder dafür Sonderurlaub zu beantragen. Um diese Möglichkeit für die Mitarbeitenden transparenter und attraktiver zu gestalten, entwickeln wir hierfür gerade einen Prozess.
Um die Gesellschaft über ökologisch relevante Themen zu informieren halten wir hierzu unentgeltlich Vorträge (siehe E1.2). Unsere Spenden dokumentieren wir übersichtlich und für alle Mitarbeitenden einsehbar.
Da wollen wir hin
Wir fördern das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeitenden auch während ihrer Arbeitszeit (Information und Bestärkung).
SPENDENBETRÄGE: 2016
200 €
SPENDENBETRÄGE: 2016
SPENDENBETRÄGE: 2017
3.550 €
SPENDENBETRÄGE: 2017
SPENDENBETRÄGE: 2018
8.215 €
SPENDENBETRÄGE: 2018
SPENDENBETRÄGE: 2019
1.250 €
SPENDENBETRÄGE: 2019
SPENDENBETRÄGE: 2020
3360 €
SPENDENBETRÄGE: 2020
SPENDENBETRÄGE: 2021
4100 €
SPENDENBETRÄGE: 2021
SPENDENBETRÄGE: 2022
3.200 €
SPENDENBETRÄGE: 2022
Negativ-Aspekt E2.3 Illegitime Steuervermeidung
Wir sind kein Teil eines internationalen Konzerns oder Verbunds und nehmen an keiner digitalen Ökonomie teil.
Wir sind eine staatlich zugelassene Umweltgutachterorganisation und Zertifizierungsstelle. Diese Zulassungen basieren auf dem UmweltAuditGesetz sowie auf dem AkkreditierungsstellenGesetz in Verbindung mit der Norm ISO 17021. Außerdem verfügen unsere Mitarbeitenden über zahlreiche personengebundene staatliche Zulassungen. Alle Prüfungsdienstleistungen, die wir anbieten, führen wir auf Grundlage von Gesetzen und Normen durch. Dabei werden wir von verschiedenen staatlichen Institutionen überwacht. Dazu gehören unter anderem die Deutsche Akkreditierungsstelle für Umweltgutachter, die deutsche Akkreditierungsstelle sowie das Bayerische Landesamt für Umwelt. Die Ergebnisse unserer Arbeit fließen in zahlreiche steuerrechtliche, energierechtliche und gewerberechtliche Prozesse ein und werden von Kreisverwaltungsbehörden, Finanzbehörden sowie der Gewerbeaufsicht geprüft.
Die unparteiische Aufgabenwahrnehmung wird durch zahlreiche Gesetze vorgegeben und bei uns intern durch strenge digitalisierte und organisatorische Prozesse gesteuert.
In seiner Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe Zulassung, Prüfung und Aufsicht des Umweltgutachterausschusses (UGA) wirkt Thorsten Grantner bei einer strengen Gesetzgebung bezüglich Unparteilichkeit mit.
In Einzelfällen bieten wir Dienstleistungen an, die nicht gesetzlich geregelt sind. Dazu zählt zum Beispiel das privat wirtschaftliche Label Cradle to Cradle. Für die unparteiische Aufgabenwahrnehmung haben wir analoge Prozesse entwickelt und halten uns strikt an die Vorgaben des Labelgebers.
Durch unsere Begutachtungs- und Auditierungstätigkeiten befinden wir uns im ständigen persönlichen Austausch mit unseren Kunden. Dadurch gewinnen wir einen Eindruck, welche Dienstleistungen von den Kunden gewünscht und benötigt werden (bspw. angebotene Betreiberschulungen nach TRGS 529).
Die Inhalte unserer Schulungen ergeben sich aus gesetzlichen Vorgaben. Die Umsetzung und Teilnehmerfreundlichkeit wird regelmäßig abgefragt, ausgewertet und verbessert. Schulungsinhalte, die keiner gesetzlichen Vorgabe entspringen, werden in Absprache mit den Kunden festgelegt.
In unseren Angeboten werden Leistungen, Fahrtkosten und sonstige Aufwendungen gesondert dargestellt.
Um die Kosten für unsere Kundinnen zu minimieren, werden Fahrtkosten einer längeren Kundentour unter allen angefahrenen Kundinnen aufgeteilt. Dies wird den Kundinnen transparent dargestellt.
Da wollen wir hin:
Wir wollen dem Kunden auch dann transparent darstellen wie viele Kilometer gefahren wurden, wenn wir diese nicht abrechnen.
Wir prüfen, ob es sinnvoll ist einzelne Leistungen noch transparenter aufzuschlüsseln bzw. im Angebot zu vermerken, wie viel Prozent unserer Ausgaben bspw. für Löhne oder Fortbildungen verwendet werden.
Negativ-Aspekt D4.3 Kein Ausweis von Gefahrstoffen
Da wir reine Dienstleister sind, sind enthaltene Schadstoffe für uns nicht relevant.
Unser hoch-technologisiertes Büro mit umfangreicher IT-Hardware-Ausstattung stellt einen kritischen Punkt hinsichtlich einer sozialverträglichen Beschaffung dar. Momentan (Stand: 2023) gibt es nur wenige Labels, die die Kriterien Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit transparent prüfen. Vorhanden sind derzeit unter anderem folgende Labels, die die Punkte teilweise abdecken: EU-Ecolabel, Nordic Ecolabel und TCO-Siegel. Momentan sind allerdings noch sehr wenige Produkte mit diesen Labels ausgezeichnet. Entscheidend für einen reibungslosen Arbeitsablauf, der den Mitarbeitenden flexible Arbeitsweisen ermöglicht, ist das Zusammenspiel der einzelnen IT-Komponenten. Bei zertifizierten Produkten, die hohe ökologische und soziale Kriterien erfüllen, sehen wir derzeit noch keine Möglichkeit, diese stimmig in unsere IT-Struktur zu integrieren. Wir setzen daher bei deren Beschaffung weiterhin primär auf Langlebigkeit sowie Upgradefähigkeit. Alle IT-Komponenten werden so lange wie möglich genutzt und unabhängig der Wirtschaftlichkeit, sofern möglich von einem professionellen Servicepartner repariert. Wenn IT-Komponenten aus Sicherheitsgründen (keine Softwareupdates mehr erhältlich) aussortiert werden müssen, werden sie umgenutzt, gespendet oder an Mitarbeitende verkauft. Das durchschnittliche Alter aller momentan verwendeten Laptops beträgt 3,8 Jahre (2024).
BÜROAUSSTATTUNG UND -MATERIALIEN
Den Großteil unserer Büroartikel sowie Reinigungsmittel beziehen wir derzeit von einem großen Versandhandel mit fairem und ökologischem Sortiment. Dieser zeichnet sich außerdem durch wertstoffschonenden Versand und ein Wertstoffrücknahmesystem aus.
PAPIERVERBRAUCH
Unser Geschäft ist es, Gutachten zu erstellen. Da das in der Vergangenheit einen enormen Papierverbrauch bedeutete, haben wir 2017 begonnen, auf ein papierloses Büro umzustellen. Alle bis dato vorhandenen Kundenunterlagen wurden digitalisiert und in ein neues Dokumentenablagesystem überführt. Dabei wurde mehr als eine Tonne Papier vernichtet. Um diesen enormen Ressourcenverbrauch in Zukunft zu verhindern, bitten wir unsere Kunden, Unterlagen per E-Mail zu senden. Werden Unterlagen per Fax übermittelt, werden daraus direkt PDF-Dokumente erstellt, um den Druck einzusparen. Sollte doch etwas gedruckt werden müssen, nutzen wir dazu ausschließlich Recyclingpapier.
Zusätzlich wurde 2017 die gesamte IT-Infrastruktur so umgestellt, dass unsere Mitarbeitenden im Außendienst alle Kundendaten direkt über unsere Systeme abrufen können. Zur Terminvorbereitung müssen damit keine Unterlagen mehr ausgedruckt werden und auch das Anfahren des Bürostandorts zur Terminvorbereitung ist nicht mehr notwendig. Dadurch werden Fahrtstrecken und somit CO₂-Emissionen eingespart.
Die verwendete Menge Papier je Gutachten konnte durch diesen Maßnahmen stark gesenkt werden und ist im Vergleich zu anderen Dienstleistern sehr gering. Unsere regulären Büromaterialien (Blöcke, Druckerpapier, Umschläge) sind ausschließlich aus Recyclingmaterialien gefertigt.
2023 wurden 42 kg Druckerpapier (ausschließlich Recyclingpapier) bezogen, sowie 23 kg Weihnachtskarten und zugehörigen Umschläge (UNICEF Karten aus FSC-Material).
Dass unser Papierbedarf bereits jetzt schon extrem gering ist, zeigen Vergleichswerte: Laut den von der EU bereitgestellten Best practice Dokumenten ist ein Papierbedarf von weniger als 15 A4 Blättern pro Vollzeitäquivalent und Arbeitstag schon vorbildlich (Bereich öffentliche Verwaltung). Im Vergleich dazu liegt unser Papierbedarf an DIN A4 Seiten pro Arbeitstag und VZÄ bei gerade einmal 1,4 Seiten (2023).
LEBENSMITTELBEZUG
Für die Verpflegung unserer Mitarbeitenden haben wir unsere Einkaufsrichtlinien ergänzt. Bevorzugt werden sollen Veranstaltungsorte oder Caterings, die Bioprodukte, vegane und vegetarische Speisen, oder regionalen Bezug bieten können. Auch bei der Festlegung einer Menüauswahl innerhalb von externen oder internen Veranstaltungen sind diese Punkte zu beachten.
Da wollen wir hin:
Wir prüfen jeden Bezug von neuen IT-Geräten auf nachhaltigere Alternativen.
Wir reduzieren unseren Bezug an tierischen Produkten. (Schwerpunkt: Firmenfeiern und Betreiberschulungen)
Wir gehen in den aktiven Dialog mit unseren 20 umsatzstärksten Lieferanten, um auf unsere Nachhaltigkeitsthemen und diesbezügliche Verbesserungspotenziale aufmerksam zu machen.
Weitere Verbesserungspotenziale:
Richard Schuster IT-Sicherheitsbeauftragter
„Wir maximieren die Nutzungsdauer unserer Elektrogeräte und Software.“
Negativ-Aspekt A3.2 Unverhältnismäßig hohe Umweltauswirkungen in der Zulieferkette
Kritisch sehen wir unseren Bezug von EDV-Geräten. Siegel, die Menschenwürde in der Zulieferkette bestätigen, sind derzeit kaum verfügbar – ebenso wie damit ausgezeichnete Produkte. Daher setzen wir in der Zwischenzeit vor allem auf Langlebigkeit, Upgradefähigkeit und Systemtauglichkeit, um unsere IT-Produkte möglichst lange nutzen zu können. Können die Geräte aus Sicherheitsgründen (fehlende Updates) nicht mehr innerhalb der Firma verwendet werden, werden sie gespendet oder an Mitarbeitende verkauft und bleiben so länger in Nutzung.
Als Umweltgutachterorganisation und DAkkS-akkreditierte Zertifizierungsstelle bietet sich uns die Chance, Unternehmen kritisch in Ihren Aktivitäten im Bereich des Energie- und Umweltmanagements zu prüfen. Wir liefern unseren Kunden überdies aber auch wertvolle Impulse und regen sie an, sich kontinuierlich zu verbessern und zu engagieren – auch über die durch Normen und Verordnungen vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. Durch die von uns erstellten mehr als 2000 Gutachten und Sachverständigendienstleistungen im Bereich der Erzeugung von Erneuerbaren Energien unterstützen wir aktiv die Energiewende, fördern den Ausbau der Erneuerbaren Energien und arbeiten damit gegen den Klimawandel.
Kernziel ist immer das Schaffen eines positiven Bewusstseins in Bezug auf eine nachhaltige und ökologische Entwicklung. Das wollen wir bei Schulungen wie auch bei Kundenterminen mit praxisnahen Tipps erreichen, die einen Mehrwert für den Kunden schaffen.
SUKZESSIVE WOLLEN WIR UNSEREN FUHRPARK AUF E-AUTOS UMSTELLEN
Den Großteil unserer CO2-Emissionen verursachen wir durch die Fahrten zu unseren Kunden, die wir mit Verbrennerfahrzeugen zurücklegen. Gerade Kundinnen aus dem landwirtschaftlichen Bereich sind kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und müssen weiterhin mit dem Pkw angefahren werden.
Da die Ausgestaltung unserer Fahrzeugflotte also einen entscheidenden Aspekt einnimmt, haben wir uns der Thematik angenommen und von 2017 bis 2023 fünf E-Autos angeschafft und zwei weitere im Leasing. Die Zahl der Autos mit Verbrennerantrieb konnten wir auf zwei Stück reduzieren. So fahren jetzt knapp 80% unserer Firmenautos mit Strom. „Betankt“ werden diese mit Grünstrom, entweder am Firmenstandort, bei den Mitarbeitenden zu Hause oder auf längeren Touren direkt beim Kunden durch Stromerzeugung aus Biogasanlagen. An Schnellladesäulen von Tesla kann bisher nicht sichergestellt werden, dass ausschließlich Grünstrom getankt wird.
Auf Grund unseres hohen und kontinuierlich gesteigerten Digitalisierungsgrad sind wir in der Lage, effizientere Touren zu planen. Somit reduzieren wir die Fahrstecken je Kundentermin seit 2018 kontinuierlich.
Das sagen die Zahlen:
Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmitteln wird firmenintern stark beworben und unterstützt. Zu Kundenterminen sollte der Zug die erste Wahl sein, sofern möglich. Flüge haben wir seit 2016 nicht mehr getätigt.
Da wollen wir hin:
Wir reduzieren unsere gefahrenen Kilometer je erbrachter Dienstleistung.
Wir reduzieren unseren Kraftstoffbedarf um 10 % gegenüber 2022.
Umweltschutz
D3.2 Maßvolle Nutzung von Produkten und Dienstleistungen (Suffizienz)
Bei den von uns angebotenen Dienstleistungen für Biogasanlagenbetreiberinnen handelt es sich um gesetzlich verpflichtende Gutachten für die Förderung durch die Bundesregierung, wie auch zum Schutz von Betreibern und Umwelt. Im Rahmen unserer Zertifizierungstätigkeiten betrachten wir die energetische oder gesamte Umweltleistung von Unternehmen und deren Stand bzw. Verbesserung.
Eine globale Belastungsgrenze kann mit unseren Dienstleistungen nicht erreicht werden; im Gegenteil versuchen wir, unsere Kunden durch zugeschnittene Lösungen und Tipps zum Umweltschutz zu motivieren.
Innerhalb unserer Firma versuchen wir Produkte möglichst lange zu verwenden.
Es bestehen ausschließlich Kooperationen zu Unternehmen mit gleicher Zielgruppe. Formelle Kooperationen mit Unternehmen in Bezug auf andere Zielgruppen bestehen nicht. Gemeinsam entwickeln wir Prüfmethoden nach gleichem Standard und schließen unsere Expertise für Kundinnen im gesamten Bundesgebiet zusammen. Somit und durch den ständigen fachlichen Austausch wollen wir unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden.
Wir gehören dem erweiterten Vorstand des B.A.U.M e.V. an, sind eine anerkannte Bildungseinrichtung im Schulungsverbund Biogas und gehören dessen Fachbeirat an. Außerdem wird der Arbeitskreis Sicherheit des Biogas-Fachverbands durch eine Mitarbeiterin unterstützt. Im Biogas Forum Bayern bringen wir uns in der Arbeitsgruppe „Bau- und Verfahrenstechnik“ ein.
Wir befördern die deutsche B-Corp Community durch IT-Support und unterstützen das lokale Bündnis OHA! sowie den Verein MINT Labs Regensburg e.V. mit unserer Expertise. Thorsten Grantner unterstützt als Mitglied den BNW-Nachhaltigkeitsausschuss sowie den Fachbeirat Grüner Strom Label e.V.. Zusätzlich bringen wir unsere Kenntnisse im Nutzerbeirat des Herkunftsnachweisregisters, im Sachverständigenausschuss EPD des IFT, sowie in den Regional Standards Advisory Groups Europe von B-Corp ein.
In folgenden Initiativen oder Verbänden engagieren wir uns aktiv, um am öffentlichen und politischen Diskurs zur Energiewende und zu ökologischem und sozialem Miteinander teilzunehmen bzw. diesen mitzubestimmen:
AGFW e.V.
B.A.U.M e.V. (persönliche Mitgliedschaft)
B Corp Regional Standard Advisory Group Europe
Bundesverband Nachhaltiger Wirtschaft e.V (BNW)
C.A.R.M.E.N. e.V.
Clearingstelle EEG KWKG
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik e.V. (DNWE)
Energieagentur Regensburg e.V.
Fachverband Biogas e.V.
Familienpakt Bayern
Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V. (FnBB e.V.)
Green Tec Cluster
Kompetenzzentrum Umwelt e. V. (KUMAS e.V.)
MINT Labs Regensburg e.V.
OHA! – Ostbayern handelt
Verband Beratender Ingenieure (VBI)
Verband für Nachhaltigkeit- und Umweltmanagement e.V. (VNU)
Unterstützerkreis Green Deal Regensburg
Kooperationspartner
UNABHÄNGIGES BERATUNGSGREMIUM:
Im Umweltgutachterausschuss (UGA), einem unabhängigen Beratergremium des Bundesumweltministeriums, ist Thorsten Grantner Mitglied des Vorstands und Leiter der Arbeitsgruppe Zulassung, Prüfung und Aufsicht (www.emas.de/der-uga). Sein Anspruch an seine dortige Tätigkeit ist, die Glaubwürdigkeit wie auch Integrität der Umweltgutachterbranche und ihrer Vertreter aufrecht zuhalten und zu stärken. Mit dem Engagement im UGA wirken wir auf Bereiche ein:
✔ Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Erhöhung der ökologischen/sozialen/qualitativen Branchenstandards
✔ Aktiver Beitrag zur Erhöhung gesetzlicher Standards innerhalb der Branche (Responsible Lobbying)
✔ Mitarbeit bei Initiativen zur Erhöhung der ökologischen/sozialen/qualitativen Branchenstandards
Da wollen wir hin:
Wir bringen uns aktiv in alle Normungsgremien ein, die die von uns angebotenen Dienstleistungen betreffen.
Wir setzen uns bei relevanten Verbänden – regional und bundesweit – zur Förderung unserer Unternehmensvision ein.
Wir übernehmen in geringem Umfang Aufträge von Mitunternehmen, wenn Kunden aus verschiedenen Gründen ansonsten nicht bedient werden können. Anteilig am Umsatz beläuft sich dieser Wert der erhaltenen Finanzmittel auf unter 0,5%.
Vielfalt
Negativ-Aspekt D2.3 Missbrauch der Marktmacht gegenüber Mitunternehmen
Wir bieten in der Biogasbranche ein sogenanntes „Komplettangebot“ aller vom Kunden benötigten Leistungen an. Damit werben wir am Markt. Anbieter einzelner Leistungen werden damit möglicherweise vom Markt verdrängt. Ein wertender Vergleich zu Mitbewerbern findet von unserer Seite möglichst nicht statt; der Kundin wird lediglich eine vollumfängliche Lösung angeboten.
Wir empfehlen dem Kunden aktiv, wieder bei einer Mitbewerberin zu beauftragen, sollte er dort zufrieden sein. Generell loben wir unsere Mitbewerberinnen häufig in der Kommunikation mit dem Kunden.
Wir haben keine Dumpingpreise oder Preisabsprachen, eine Maximierung der Marktanteile ist nicht in der Unternehmensstrategie verankert und es werden keine Patente erwirkt.