UMWELTERKLÄRUNG 2024
mit Daten des Geschäftsjahres 2024







Wir evaluieren, wo und ob Lieferanten von Entscheidungen betroffen sein können und wie weit diese in zukünftige Entscheidungen einbezogen werden sollen.


Gewisse Produkte und Dienstleistungen sind mit einem Label für Transparenz und Mitentscheidung versehen. Wir prüfen ob diese für uns in Frage kommen.
Unser hoch-technologisiertes Büro mit umfangreicher IT-Hardware-Ausstattung stellt einen kritischen Punkt hinsichtlich einer sozialverträglichen Beschaffung dar. Derzeit (Stand: 2025) gibt es nur wenige Produktlabels, die die Kriterien Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit transparent und umfassend prüfen – insbesondere im Bereich von IT-Geräten. Zu den derzeit verfügbaren Siegeln, die diese Aspekte zumindest teilweise abdecken, zählen unter anderem TCO Certified, der Blaue Engel, EPEAT, Energy Star, das EU-Ecolabel sowie das Nordic Swan Label. Allerdings sind bislang nur vergleichsweise wenige IT-Produkte mit diesen Labels ausgezeichnet. Entscheidend für einen reibungslosen Arbeitsablauf, der den Mitarbeitenden flexible Arbeitsweisen ermöglicht, ist das Zusammenspiel der einzelnen IT-Komponenten. Bei zertifizierten Produkten, die hohe ökologische und soziale Kriterien erfüllen, sehen wir derzeit noch keine Möglichkeit, diese stimmig in unsere IT-Struktur zu integrieren. Wir setzen daher bei deren Beschaffung weiterhin primär auf Langlebigkeit sowie Upgradefähigkeit. Alle IT-Komponenten werden so lange wie möglich genutzt und unabhängig der Wirtschaftlichkeit, sofern möglich von einem professionellen Servicepartner repariert. Wenn IT-Komponenten aus Sicherheitsgründen (keine Softwareupdates mehr erhältlich) aussortiert werden müssen, werden sie umgenutzt, gespendet oder an Mitarbeitende verkauft. Das durchschnittliche Alter aller momentan verwendeten Laptops beträgt 2,4 Jahre (2024).

Den Großteil unserer Büroartikel sowie Reinigungsmittel beziehen wir derzeit von einem großen Versandhandel mit fairem und ökologischem Sortiment. Dieser zeichnet sich außerdem durch wertstoffschonenden Versand und ein Wertstoffrücknahmesystem aus.

Unser Geschäft ist es, Gutachten zu erstellen. Da das in der Vergangenheit einen enormen Papierverbrauch bedeutete, haben wir 2017 begonnen, auf ein papierloses Büro umzustellen. Alle bis dato vorhandenen Kundenunterlagen wurden digitalisiert und in ein neues Dokumentenablagesystem überführt. Dabei wurde mehr als eine Tonne Papier vernichtet. Um diesen enormen Ressourcenverbrauch in Zukunft zu verhindern, bitten wir unsere Kunden, Unterlagen per E-Mail zu senden. Werden Unterlagen per Fax übermittelt, werden daraus direkt PDF-Dokumente erstellt, um den Druck einzusparen. Sollte doch etwas gedruckt werden müssen, nutzen wir dazu ausschließlich Recyclingpapier.
Zusätzlich wurde 2017 die gesamte IT-Infrastruktur so umgestellt, dass unsere Mitarbeitenden im Außendienst alle Kundendaten direkt über unsere Systeme abrufen können. Zur Terminvorbereitung müssen damit keine Unterlagen mehr ausgedruckt werden und auch das Anfahren des Bürostandorts zur Terminvorbereitung ist nicht mehr notwendig. Dadurch werden Fahrtstrecken und somit CO₂-Emissionen eingespart.
Die verwendete Menge Papier je Gutachten konnte durch diesen Maßnahmen stark gesenkt werden und ist im Vergleich zu anderen Dienstleistern sehr gering. Unsere regulären Büromaterialien (Blöcke, Druckerpapier, Umschläge) sind ausschließlich aus Recyclingmaterialien gefertigt.
2024 wurden 34 kg Druckerpapier (ausschließlich Recyclingpapier) bezogen, sowie 24 kg Weihnachtskarten und zugehörigen Umschläge (UNICEF Karten aus FSC-Material).
Dass unser Papierbedarf bereits jetzt schon extrem gering ist, zeigen Vergleichswerte: Laut den von der EU bereitgestellten Best practice Dokumenten ist ein Papierbedarf von weniger als 15 A4 Blättern pro Vollzeitäquivalent und Arbeitstag schon vorbildlich (Bereich öffentliche Verwaltung). Im Vergleich dazu liegt unser Papierbedarf an DIN A4 Seiten pro VZÄ und Arbeitstag bei gerade einmal 0,7 Seiten (2024).

Für die Verpflegung unserer Mitarbeitenden haben wir unsere Einkaufsrichtlinien ergänzt. Bevorzugt werden sollen Veranstaltungsorte oder Caterings, die Bioprodukte, vegane und vegetarische Speisen oder regionalen Bezug bieten können. Auch bei der Festlegung einer Menüauswahl innerhalb von externen oder internen Veranstaltungen sind diese Punkte zu beachten.
Was wir bereits erreicht haben:
Wir beziehen eine saisonale Bio-Obstkiste im umweltfreundlichen Mehrwegversand, unsere Getränke stammen vom regionalen Anbieter Nagler, die Bio-Milch vom Lenzbauer kommt in Mehrwegflaschen und ebenfalls aus der Region, und auch unsere Hafermilch sowie der Tee haben Bio-Qualität.
Bei unseren Firmenfeiern achten wir außerdem darauf, stets vegetarische und vegane Alternativen anzubieten – und dank unserer Kooperation mit der benachbarten Pizzeria können wir bei unseren wöchentlichen Bestellungen Mahlzeiten ganz ohne Verpackungsmüll direkt auf Mehrweggeschirr abholen.


Wir prüfen jeden Bezug von neuen IT-Geräten auf nachhaltigere Alternativen.
Wir reduzieren unseren Bezug an tierischen Produkten. (Schwerpunkt: Firmenfeiern und Betreiberschulungen)
Wir gehen in den aktiven Dialog mit unseren 20 umsatzstärksten Lieferanten, um auf unsere Nachhaltigkeitsthemen und diesbezügliche Verbesserungspotenziale aufmerksam zu machen.

Kritisch sehen wir unseren Bezug von EDV-Geräten. Siegel, die Menschenwürde in der Zulieferkette bestätigen, sind derzeit kaum verfügbar – ebenso wie damit ausgezeichnete Produkte. Daher setzen wir in der Zwischenzeit vor allem auf Langlebigkeit, Upgradefähigkeit und Systemtauglichkeit, um unsere IT-Produkte möglichst lange nutzen zu können. Können die Geräte aus Sicherheitsgründen (fehlende Updates) nicht mehr innerhalb der Firma verwendet werden, werden sie gespendet oder an Mitarbeitende verkauft und bleiben so länger in Nutzung.

Wir erhöhen den Anteil der E-Autos in unserer Fahrzeugflotte auf 90 % (bis 2026). Wir wählen die Autos auch unter Anbetracht unserer Nachhaltigkeitskriterien aus.


Wir haben uns der E-Mobilität verschrieben; neu angeschaffte Fahrzeuge sollen diesem Kriterium entsprechen. Der bestehende Anteil an Verbrennern im Fuhrpark wird sukzessive ersetzt.

Neben unserem umfangreichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wir eine extern geprüfte (validierte) Umwelterklärung nach den Vorgaben von EMAS.


Wir gehen noch aktiver auf unsere Berührungsgruppen zu.
Bei der Neubesetzung von einzelnen Mitgliedern des Ausschusses zur Sicherung der Unparteilichkeit beauftragen wir Personen, die die Interessen der Öffentlichkeit bestmöglich vertreten können (bspw. Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation).
Alle öffentlichen Informationen entsprechen der unternehmensinternen Realität.

Für uns als OmniCert Umweltgutachter GmbH stehen unsere Vision und Mission, die gleichbedeutend mit unserer Umweltpolitik sind, über allem Tun. Alle Inhalte des Nachhaltigkeitssystems müssen mit diesen Anforderungen in Einklang gebracht werden:
Wir haben den Blick für die Praxis – weil wir Praktiker sind. Ausgehend von diesem Hintergrund schlagen wir täglich für unsere Kunden die Brücke zu anderen Disziplinen: zu Juristen im Umwelt- und Energierecht (EEG), Wirtschaftsprüferinnen, Anlagenherstellern, Banken, Versicherungen, Ministerien, Ämtern und Fachbehörden, Stromnetzbetreibern und natürlich zu unseren Gutachterkollegen. Wir arbeiten diszipliniert und professionell, stets mit dem nötigen Augenmaß und immer im Gespräch mit unseren Kunden. Bei der Erstellung von Gutachten orientieren wir uns an rechtlichen Grundlagen, dem Stand der Technik und an den für Gutachter und Sachverständige gültigen Branchenstandards. Wir arbeiten dabei aktiv an der Weiterentwicklung dieser Standards mit. Wir werben nicht und verschicken keine ungebetenen Faxe oder Briefe. Dies widerstrebt unserem Berufsverständnis als Mitglied der Freien Berufe.
Wir begutachten. Das heißt für uns, dass unsere Unabhängigkeit unser höchstes Gut ist. Uns verbinden zahlreiche Kontakte in die Branchen Biogas und Biomasse-Heizkraftwerke, in die Banken- und Versicherungswirtschaft und in die Industrie. Jedoch halten wir uns streng unabhängig von Interessen Dritter. Aus diesem Grund bieten wir keine Planungsleistungen an. Gute Tipps und Hinweise sind hier nicht fehl am Platze. Sollte eine Kundin jedoch eine ausführliche Analyse und Beratungsleistung wünschen, die unsere Unabhängigkeit als Umweltgutachter infrage stellt, vermitteln wir unsere Kundin an einen versierten Partner. Wir betreiben ein Qualitätsmanagementsystem, das wir ständig fortentwickeln. Kritik an unserer Arbeit nehmen wir dankbar und respektvoll auf und gehen ehrlich mit Fehlern um. Wir bekennen uns klar zu Nachhaltigkeit, Umweltschutz und zur Energieversorgung aus Erneuerbaren Energiequellen. Unser Ziel ist die selbstkritische, zielgerichtete und mutige Wende hin zu gesellschaftlich gelebter Nachhaltigkeit und zu den erneuerbaren Energien. Wir sind uns sicher, dass unsere Kunden bei uns gut aufgehoben sind.

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BIOENERGIE ANTEIL UMSATZ (%)
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ZERTIFZIERUNG ANTEIL UMSATZ (%)
Bereits seit 2016 betreiben wir ein umfangreiches und extern überprüftes Nachhaltigkeitssystem. Um unsere Nachhaltigkeitsstrategie transparent und glaubwürdig vertreten zu können, haben wir 2022 unser Umweltmanagementsystem nach EMAS-Vorgaben erweitert und 2023 erfolgreich extern zertifizieren lassen. Das System betrachtet umfassend, in welchem Kontext sich das Unternehmen befindet, welche Interessengruppen beachtet werden müssen und welche rechtlichen Vorgaben einzuhalten sind. Die Geschäftsführung steht hinter dem System und verpflichtet sich zu einer stetigen tatsächlichen Verbesserung der Umweltleistung. In naher Zukunft möchten wir weitere Nachhaltigkeitsstandards im Unternehmen implementieren, um unsere Leistung in diesen Bereichen für Dritte transparent darzustellen. Offenheit, Lernbereitschaft, Kritikfähigkeit und sozialverträgliches Handeln sind in unserer Unternehmenskultur verankert und werden in der Praxis gelebt. Gegenüber allen Anspruchsgruppen verhalten wir uns immer so, dass wir auch bei kritischer Betrachtung durch externe Dritte einer Prüfung ohne Bedenken standhalten können.
Das Nachhaltigkeitsmanagement ist als Stabsstelle organisiert und untersteht damit direkt der Geschäftsführung.